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Wo die wilden Rinder grasen

02-09-2015

Nach knapp 17 Flugstunden landet die Service-Bund Delegation am frühen Morgen auf dem Flughafen der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Vom Hafen der dreizehn Millionen Metropole geht es gegen Abend in gut 2 1/2 Stunden mit der Schnellfähre über den Rio de la Plata ins nur 110 Seemeilen entfernte Montevideo im Nachbarland Uruguay. Nach einer kurzen Nacht im Hotel wird es für unsere Reisegruppe zunächst sportlich, denn der uruguayische Rodeo Partner Frigorifico Carrasco hat eine Sightseeing-Tour per Fahrrad organisiert. Nach einem gemeinsamen Mittagessen geht es weiter zur Produktionsstätte von Rodeo Uruguay – allerdings per Kleinbus.

Kompetenz

Hier, am östlichen Stadtrand von Montevideo, findet die Verarbeitung der Rodeo Uruguay Produkte statt. Nach der Schlachtung werden die auf den Farmen ausgesuchten Rinder zerlegt, die Teilstücke verpackt und für den Transport vorbereitet. „In Sachen Technik, Hygiene und Qualifikation der Mitarbeiter herrschen hier europäische Bedingungen. Die einzelnen Produktionsschritte werden von einem eingespielten Team betreut, dass gut geschult ist, welche spezifischen Anforderungen bei Rodeo hinsichtlich des Zuschnittes der Teilstücke gelten“, so Heinz Balkenhoff von der Service-Bund Zentrale.

Nach der Verpackung werden die Kartons in Kühlcontainer verladen und per LKW zum Hafen von Montevideo transportiert, wo schon das Container-Schiff wartet, mit dem die Ware im Kühlcontainer auf ihre vierwöchige Reise Richtung Hamburg geschickt wird – genügend Zeit, damit die Rodeo Teilstücke optimal gereift bei den Service-Bund Kunden ankommen.


Endlose Weite und naturnahe Lebensbedingungen – Rinderzucht in Uruguay.


Unendliche Weite

Nach einer kurzen Nacht im Südamerikanischen Sommer bei Temperaturen um die 20 °C geht es in aller Frühe per Kleinbus weiter in die Region um Punta del Este zur Farmbesichtigung. Schon während der Fahrt bekommen wir einen Eindruck, was in Uruguay Weite bedeutet. Mit einer Fläche von knapp 177.000 Quadratkilometern ist Urugay etwa halb so groß wie Deutschland. Mit einer Besiedelung von 18,9 Einwohnern pro Quadratkilometer (Deutschland 226,9) reichen die grünen, leicht hügeligen Weiden bis zum Horizont. Auf einen Einwohner kommen in Uruguay 3,8 Rinder.

Angekommen auf der Farm erinnert zunächst nichts an das Bild europäischer Gehöfte. Stallungen gibt es hier nur für die Pferde der Gauchos, das Farmhaus ist umgeben von einem riesigen, sehr gepflegten Rasengrundstück. Rinder sind weit und breit nicht zu sehen, denn die grasen irgendwo weit, weit draußen auf einer der „Weiden“. Um dort hinzugelangen geht es nach einer kleinen Erfrischung direkt weiter.

Wildwestromantik 

Nach etwa 45 Minuten Fahrt bietet sich eine Kulisse wie aus einem Western: Die Gauchos der Farm haben anlässlich unseres Besuches einen halben Tag lang gut 300 Tiere zusammengetrieben. Normalerweise wird das nur gemacht, wenn die Tiere umgeweidet werden. Die Pferde der Gauchos sind extrem gut ausgebildet und reagieren auf kleinste Kommandos. Dazu kommen noch mehrere Hütehunde. „Es ist schon beindruckend, wenn eine so große Herde auf einen zukommt. Vor allem, weil die Gauchos ganz ruhig und konzentriert arbeiten – das ganze Procedere mutet eher gemächlich an“, berichtet Heinz Balkenhoff. 


Nur mit entsprechender Schutzkleidung durfte die Produktion besichtigt werden.

Nachhaltige Zucht

Das besondere an der Rodeo-Farm: Die späteren Schlachttiere stammen aus eigener Züchtung. Die Kälber bleiben, solange sie gesäugt werden, mit ihren Müttern zusammen. Danach bilden sie mit den anderen Kälbern eine eigene Herde. Von der Geburt bis zur Schlachtung vergehen zwischen 22 und 25 Monate, in denen die Tiere unter freiem Himmel leben, bis sie ein Schlachtgewicht von ca. 400 Kilogramm erreicht haben. Bis dahin fressen die Tiere ausschließlich, was die Weiden hergeben – also Gräser und Kräuter.

Diese sehr naturnahen Lebensbedingungen spiegeln sich in der außergewöhnlichen Qualität des Fleisches wieder. Durch die ständige Bewegung ist das intramuskuläre Fett fein verteilt und das Fleisch sehr zart – das charakteristische, feine Aroma entsteht durch die natürliche Ernährung.

Authentischer Genuss

Zurück auf der Farm dürfen wir uns selbst überzeugen: Auf dem Grill brutzelt schon saftiges Roastbeef und Filet. Anders als in Deutschland wird das Rindfleisch natur gegrillt. Auf den Tischen stehen Salz und Pfeffer, Würzsoßen in kleinen Mengen, leichte Salate und Brot. Denn in Uruguay schätzt man den authentischen Geschmack des Fleisches. Nach einem atemberaubenden Sonnenuntergang neigt sich unsere Uruguay-Reise schon fast dem Ende zu, denn am nächsten Morgen geht es zurück über den Rio de la Plata nach Buenos Aires, um unsere argentinischen Rodeo Partner zu besuchen. 


Unter der Marke Rodeo Ranch Quality bietet der Service-Bund Rindfleisch aus Argentinien, Uruguay und, ganz neu, Neuseeland an. 

Für alle Herkunftsländer gilt:

  • Die Tiere stammen aus Weidehaltung
  • Das Rindfleisch stammt ausschließlich von Ochsen der Fleischrassen Angus und Hereford oder deren Kreuzungen
  • In jedem Herkunftsland wird das Fleisch von einem persönlich bekannten Partner bezogen.

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