Spare Ribs

Ein Stück Amerika in Hamburg

von Linn Grunwald
© Service-Bund
Sportübertragungen, Burger und laut Internet-Bewertungen die „besten Spareribs Norddeutschlands“ zeichnen das Montgomery Champs aus. Das Restaurant am Hamburger Stadtrand serviert neben hausgemachten Kalorienbomben vor allem ein authentisches Stück US-amerikanisches Lebensgefühl.
Thorsten Stach
Seit 22 Jahren an Bord: Küchenchef Thorsten Stach.
© Service-Bund

Amerikanisch & vielseitig

Bis zu 1.500 Gäste am Tag kommen in der ehemaligen Bahnhofsraststätte wegen des sportlich-rustikalen Ambientes und den legendären Rippchen vorbei. Zwischen Riesenbildschirmen, Originaltrikots, Bällen und signierten Fotos von Boris Becker bis zu US-Basketballstars gibt es eine Menge zu schauen – und natürlich zu essen. Auf der Karte stehen BBQ-Klassiker wie Spareribs, Chicken Wings, Steak und Burger, aber auch Texmex-Küche, Ofenkartoffeln oder Caesar’s Salad.

Amerikanische Traditionen werden außerdem beim jährlichen Truthahn-Buffet an Thanksgiving aufgegriffen. „Die USA sind ein Land aus Zuwanderern aller Kontinente – eine vielseitigere Küche als die amerikanische gibt es nicht“, ist Küchenchef Thorsten Stach überzeugt. 

Bis auf Pommes & Co. ist hier fast alles hausgemacht: das Original-Dressing für den Caesar’s Salad, die Marinaden fürs Fleisch, die Desserts von New York Cheesecake bis Pizzacookie(warmer Keksteig mit Eiscreme). Aus Platzgründen wurden einige Produktionsabläufe ausgelagert. Eine Manufaktur stellt nach Rezepturen des Küchenchefs Gewürzmischungen und den Cole Slaw frisch her, die Rippchen werden sous-vide vorgegart, die Burgerpattys produziert ein lokaler Fleischer und dieEiscreme stammt von einem Bönnigstedter Eiscafé.

Burger mit Pommes
Beliebt: Burger mit vieeel Käse.
© Montgomery Champs

(Fast) alles homemade

Etwa 16 Tonnen Lebensmittel verarbeitet das Montgomery Champs pro Monat. Seit zwei Jahren zählt das Hamburger Service-Bund Unternehmen Schwarz + Hansen zu den Lieferanten. „Wir arbeiten auf Augenhöhe miteinander und immer fair. Ich suche mir stets die qualitativ besten Produkte raus“, sagt Thorsten Stach.

Für Burger und Rippchen reisen Genießer jeden Alters sogar aus Dänemark und den Niederlanden an. Auch viele US-Amerikaner fühlen sich hier wohl. „Die loben unsere Qualität und kommen mit ihren Verwandten und Freunden aus den Staaten her.“

Insgesamt beschäftigt das Restaurant 70 Mitarbeitende inklusive Aushilfskräfte, davon zehn Köche. „Seit fast 15 Jahren haben wir in der Küche so gut wie keinen Wechsel mehr“, freut sich Stach. Auf Wunsch gibt es eine Vier-Tage-Woche. Der Service wird von Gästen hochgelobt, und auf diesen wird auch besonders Wert gelegt. „Wir haben ein fast familiäres Verhältnis hier“, berichtet der Küchenchef stolz.

Ein Schließtag? Lohnt sich im Montgomery Champs nicht. Stammgäste, Mundpropaganda und nachwachsende Generationen sorgen für Nachschub. Besondere Sport-Events wie der Superbowl sind bereits ein Jahr im Voraus ausgebucht. Sport steht schließlich nicht nur in der Deko im Fokus. Auf den 22 TV-Geräten läuft vor allem Fußball, aber auch Basketball, Football, Baseball oder Handball. 

Restaurant von innen
Im Inneren des Montgomery Champs dreht sich alles um Sport.
© Service-Bund

Inspiration aus den USA

Um sein Projekt so authentisch wie möglich zu gestalten, reiste der inzwischen verstorbene Gründer Günther Roepstorff Mitte der 90er-Jahre mit seinem Team durch die USA. Die heutigen Geschäftsführer Stephan Michalzik und Markus Hientzsch haben einst als Aushilfen im Montgomery Champs angefangen – eine typisch amerikanisch anmutende Aufstiegsgeschichte. 

Thorsten Stach lenkt bereits seit 22 Jahren die kulinarischen Geschicke im "Home of Ribs". „Ich liebe die Vielseitigkeit und Abwechslung an meinem Job. Da ist eine gewisse Routine drin, aber ich versuche, alles immer wieder anders, besser, differenzierter zu machen“, sagt der 62-Jährige.

© Copyright
Interesse? Wir beraten Sie gerne!
Linn Grunwald
Redakteurin
© Copyright
slash Magazin slash Ein Stück Amerika in Hamburg