Außenansicht Harzer Schnitzelkönig

Wohlfühlfaktor in XXL

von Ralph Marko
© Harzer Schnitzelkönig
Eine vielfältige Speisekarte, frisch gezapftes Bier, gemütliches Beisammensein und ein schnelles und freundliches Serviceteam – das erleben Gäste im Harzer Schnitzelkönig im Landkreis Goslar. Was sich hinter der Erfolgsgeschichte verbirgt und wie Corona dem Erlebnisrestaurant einen ordentlichen Push beschert hat, berichtet das Team rund um Inhaber Stephan Schoenitz.
Vom 27.11.2023

Erlebnisgastronomie

Der staatlich anerkannte Luftkurort Lautenthal mit seinen rund 1.500 Einwohnern liegt im Innerstetal zwischen Langelsheim und Clausthal-Zellerfeld im nordwestlichen Oberharz. Wanderfreunde, Naturliebhaber und Erholungssuchende können hier die ursprüngliche Natur des Harzes hautnah erleben. Neben einer beeindruckenden Natur hat Lautenthal auch kulinarisch was in petto. Der Harzer Schnitzelkönig bietet als Erlebnisgastronomie auf der Speisekarte nämlich so einiges. Die Beschreibung in einem TourismusPortal im Internet: „Schnitzel, Rippchen, Steaks, Burger und alles, was sonst noch schmeckt.“ 2006 von Stephan Schoenitz gegründet, hat dieser mit vielen kreativen Ideen wesentlich zum Erfolg beigetragen. Dazu kommt die gute Laune von Küchenchef Alexander Walter und Serviceleiter Matthias Hindt. Das Dreiergespann lädt seine Gäste aus Hannover, Braunschweig, Magdeburg & Co. zum gemütlichen Verweilen ein – und das sogar täglich bis 0 Uhr. Mit viel Erfolg: Wer nicht rechtzeitig reserviert, muss warten. Aber auch in diesem Falle macht das Team, das inzwischen aus über 70 Mitarbeitenden besteht, seine Gäste glücklich und findet eine Lösung.

Steak Harzer Schnitzelkönig
Der Name ist geblieben, aber dafür wurde das Angebot der Speisekarte immens erweitert. Die Top-Seller sind die Steaks, natürlich von Rodeo. 
© Harzer Schnitzelkönig

Mehr als Schnitzel

Auf über 400 Quadratmetern finden Stamm- und Neukunden alles, was zu einem gemütlichen Zeitvertreib dazugehört. Platz finden sie auf 80 Sitzplätzen im aktuell umgebauten Wintergarten und auf 120 Plätzen im Innenbereich. Bekannt wurde der Harzer Schnitzelkönig, der Name verrät es, mit Schnitzel im XXL-Format. „Es gibt kaum einen Trend in Amerika, der nicht irgendwann auch nach Deutschland kommt. So auch die XXL-Restaurants. Große Schnitzel mit einer riesigen Portion Pommes auf einem überdimensionalen Teller waren vor 17 Jahren keine Seltenheit. Wir waren Vorreiter in Deutschland, kamen diesem Trend nach und boten unsere Speisen ebenfalls in Übergröße an“, erklärt Inhaber Stephan Schoenitz. Darüber hinaus rief Schoenitz einen dazugehörigen Wettbewerb ins Leben: Über 6.000 Konkurrenten haben bisher am RFF, dem XXL Royal Food Fight, teilgenommen und sich erfolgreich ihren Platz auf der Rangliste der Viel-Esser erkämpft. Die ist auf der Internetseite des Restaurants einsehbar. „Heute hat die Speisekarte viel mehr zu bieten als Schnitzel in extra Groß. Wir haben Steaks, Spieße, selbst gemachte Limonade, Salate und ein großes Angebot für Vegetarier und Veganer. Bei uns kommt auch jeder auf seine Kosten, der dem Fleischverzehr den Rücken gekehrt hat“, berichtet Alexander Walter, seit sechs Jahren der verantwortliche Küchenchef im Harzer Schnitzelkönig.

Offener Umgang

Damit Stephan Schoenitz seine Gäste bewirten kann, wird er seit über 17 Jahren von der Service-Bund Gebietszentrale LIST beliefert. Und die Begeisterung ist bis heute ungebrochen. „Mit Christian Koch als Fachberater haben wir einen sehr guten Fang gemacht“, freut sich Serviceleiter Matthias Hindt. „Überzeugt hat uns die hohe Qualität der Produkte, das breite Sortiment und dass wir alles aus einer Hand bekommen.“ Egal ob Teilstücke vom Rind der Marke Rodeo, Mermaid Garnelen, regionale Pad Schweinelachse sowie viele weitere Artikel quer das Sortiment wie zum Beispiel Pommes – LIST fährt dreimal die Woche den Harzer Schnitzelkönig an. Beeindruckende Zahl: 50 Tonnen Pommes (!) gehen in einem Jahr über den Tresen, das entspricht einer Tonne pro Woche. Die Zusammenarbeit mit Berater Christian Koch hat inzwischen sogar freundschaftliche Züge angenommen. Kommuniziert wird zum größten Teil über Telefon, direkt vor Ort (auch gerne mal bei einem Steak oder Schnitzel) oder, wenn es mal fix gehen muss, über WhatsApp. „Bei uns geht die Betreuung über die Kundenbindung hinaus. Das freut mich besonders. Wir sprechen immer auf Augenhöhe, auch wenn der Schuh mal drückt. Und das hat sich in der langen Zeit der Kundenbetreuung immer wieder bezahlt gemacht“, zeigt sich Koch zufrieden. 

Team Harzer Schnitzelkönig
Von links: Matthias Hindt (Serviceleiter), Stephan Schoenitz (Inhaber) und Alexander Walter (Küchenchef). 
© Harzer Schnitzelkönig
Aktion Königskinder Harzer Schnitzelkönig
Aktion mit Herz: Weihnachtsgeschenke der Gäste werden an die Goslaer Tafel übergeben.
© Harzer Schnitzelkönig

Werbung nicht notwendig

Täglich werden bis zu 1.000 Besuchende verköstigt. „Wir haben die besten Gäste“, fügt Stephan Schoenitz freudig hinzu. Und die kommen ganz gerne nach Lautenthal. Werbung braucht es dafür nicht. Zwar können sich Stamm- und Neukunden über Facebook und Instagram über News rund um die Harzer Erlebnisgastronomie informieren, aber was werbungstechnisch wirklich zieht sind die vielen Aktionen, die im Laufe des Jahres immer wieder organisiert werden. Neben Saisonthemen wie zum Beispiel Oktoberfest, hat sich Stephan Schoenitz insbesondere mit „Schnitzel für Kinderherzen“ oder „Königskinder“ in der Region einen Namen gemacht. So werden Erlöse über den Verkauf eines bestimmten Schnitzels auf der Karte direkt an die Herz-Kind-Forschung gespendet. Im Rahmen von „Königskinder“ bringen Gäste in der Vorweihnachtszeit Geschenke mit und erhalten dafür Gutscheine für das Restaurant. Schoenitz führt weiter aus: „Meist kommen 200 bis 300 Pakete zusammen, die wir dann gemeinsam mit unseren Gästen in Form einer Menschenkette an die Goslaer Tafel übergeben. Ein emotionaler Moment. Dabei freuen wir uns auch über die Beteiligung vieler lokaler Firmen, die gleich mit bis zu 30 Paketen vorbeikommen und die Gutscheine anschließend an ihre Mitarbeitenden verschenken.“ 

Kreativität in der Krise

Natürlich durchlebten die Betreiber auch die Coronapandemie mit allen Höhen und Tiefen. „Am 16. März 2020 hatten wir noch geöffnet, anschließend musste ich viele wichtige Entscheidungen treffen. Das war für uns alle nicht einfach. So arbeiteten wir in zwei Teams, um bei gesundheitlichen Ausfällen dennoch das Geschäft am Laufen halten zu können“, erinnert sich der Inhaber. „Wir nahmen darüber hinaus externe Hilfe in Anspruch, um unsere Gäste über Social Media bei Laune zu halten. Das war für uns vollkommen neu.“ Aber die Krise war auch eine große Chance. So organisierte das Team eine Drive-In-Aktionen, bei denen sich Gäste kostenlose Gerichte vor Ort abholen und gleichzeitig eine Spende für einen Waldkindergarten hinterlassen konnten. „Die Aktion kam super an. Gefühlt war ganz Lautenthal verstopft. Natürlich trug auch die schöne Harzregion wesentlich dazu bei, da großes Reisen noch nicht möglich war. Aber eine bessere Reklame für uns gab es nicht. Und letztendlich kamen so viele neue Gäste dazu, dass wir nach den Lockdowns ein viel besseres Geschäft verzeichnen konnten als vorher.“ 

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Ralph Marko
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