Früchte Ambiente

Was macht eigentlich...? Maximilian Jork

von Jennifer Müller-Hartfeld
© Früchte Freepik
Der 32 -jährige hat zu Beginn 2020 das Unternehmen Früchte Jork von seinen Eltern übernommen. Wie er den Einstieg zu Beginn der Corona-Krise erlebt hat, wo er aktuell Schwerpunkte setzt und wie Jork in die Zukunft blickt, erzählt er uns im Interview.
Maximilian Jork
Maximilian Jork, Geschäftsführer Früchte Jork, Isny
© Früchte Jork

Drei Fragen an: Maximilian Jork

Sie sind in turbulenten Zeiten ins Familienunternehmen eingestiegen. Wie war das für Sie?

Ich bin gut anderthalb Monate vor Corona fest im Unternehmen angekommen. Aber ich war zuvor ja bei der Gebietszentrale Rittner beschäftigt und habe dort die eine oder andere kritische Lage mitbekommen und gelernt, das in Erfolg umzumünzen. Wir sind bei Jork ein gutes Team und haben das prima hinbekommen. Dennoch war der Herbst 2020 auch für uns ein Durchhaltewettbewerb. Aber wir haben das als Chance genutzt, um unser Unternehmen und auch lieb gewonnene Routinen auf den Prüfstand zu stellen.

Warenverfügbarkeit & Qualität gewährleisten

Was gibt’s denn für Neuerungen?

 Wir haben gemerkt, dass wir kapazitätsmäßig am Limit sind. Unsere Lager sind voll durch die Neugewinnung von interessanten GV-Kunden aus der Region. Wichtig ist nun vor allem die Warenverfügbarkeit bei gleichbleibender Qualität zu gewährleisten. Deshalb haben wir die Bestell-Annahmezeiten nach vorn gezogen und damit gute Erfahrungen gemacht. Außerdem liegt unser Fokus jetzt noch stärker auf unserem Personal. Wir haben unsere HR-Abteilung neu aufgebaut und führen z. B. Jahres- und Zielsetzungs-Gespräche mit wirklich allen – von den Kommissionierern, über die Azubis bis hin zur Führungsriege. Außerdem setzen wir auf die Neuausbildung unserer Fahrer. Wir wollen die guten Leute durch eine fundierte Ausbildung an unser Unternehmen binden. So stärken wir unsere Mannschaft und packen die Zukunft an.

Welche Themen stehen für die Zukunft im Fokus?

 Natürlich ist Nachhaltigkeit ein Thema. Wir leben hier im Allgäu in einer der schönsten Kulturlandschaften und sind abhängig vom Tourismus und den Kurkliniken. Vielen unserer Kunden ist das Thema Regionalität wichtig. Deshalb haben wir ein Projekt zur Verwertung des Fleisches von alten Milchkühen aus der Region mit konzipiert und versuchen möglichst bei lokalen Produzenten einzukaufen. Waldsterben und Klimawandel sind hier auch nicht unbekannt. Wir versuchen uns als Unternehmen so unabhängig wie möglich zu positionieren. Darum versuchen wir, mit der Energie, die wir brauchen so nachhaltig wie möglich umzugehen. Das gelingt uns mit einer großen Solaranlage, einem Blockheizkraftwerk, das wir auf Biogas umstellen wollen, und der Zweitverwendung der Abwärme von den Kühllagern

 

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Jennifer Müller-Hartfeld
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