Ein Teller mit Essen, Saucen und Brezeln.

Die Brezel- ein Gericht und seine Geschichte

von Julia Matthies
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Die Brezel ist ein salziges, selten auch süßes Gebäck, das aus einem symmetrisch gelegten Teigstrang geformt wird. Die Laugenbrezel ist einer der Bestseller auf dem Oktoberfest zu Bier und Backhendl und eines der ältesten bekannten kulinarischen Kulturgüter aus Deutschland.
Laugenbrezel-Sandwich mit Fleisch und Gemüse
Deftige Begleitung zum Festbier: Die Brezel
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Zünftige Begleitung

Sowohl im bayerischen als auch im schwäbischen Raum beansprucht man die Erfindung der Brezel für sich. Aus dem süddeutschen Raum kommt dieses traditionelle Backwerk also auf jeden Fall, und unterscheidet sich regional zum Beispiel in der Dicke der gekreuzten „Ärmchen“. Und hier kommen wir auch schon zum Grund für die Namensgebung der Brezel: der Name leitet sich aus dem lateinischen brachium oder althochdeutsch brezzila für Arm oder Ärmchen ab, und verweist auf die Form, die wie vor der Brust gekreuzte Arme aussieht.

Die ältesten bekannten Darstellungen finden sich bereits ab 1060, wo die Brezel als christliche Fastenspeise gezeigt wird. Ab dem Jahr 1.000 n. Chr. wurden bis dahin übliche verschlungene Brotformen aus der heidnischen Tradition, wie der Ernteknoten, verboten. Als Ersatzform entstand so vermutlich die Brezel im christlichen Kontext. Noch heute dient die Brezel als Zunft-Symbol der Bäcker-Innungen und wird bei vielen Bäckereien am Eingang „im Schilde geführt“. Weltweit ist das Laugengebäck eine der beliebtesten deutschen Spezialitäten und ist auch hierzulande von keinem Bahnhof, Spielplatz oder Biergarten wegzudenken.

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