
Ein Gericht und seine Geschichte: Karneval, Kamelle und Co

Die letzten wilden Tage
Karneval leitet sich von lateinisch „carnis levamen“ ab, was „Fleischwegnahme“ bedeutet. Fasching hingegen kommt vom mittelhochdeutschen Wort "vaschang" für Fass. Zu essen gibt es deftigen Eintopf und ein letztes Mal Fleischgerichte. Diese dienen dann vor allem als Grundlage vor dem Trinken. Eine jahrhundertealte Sitte ist die Zubereitung von Krapfen und Schmalzgebäck. Die fetthaltigen Krapfen gab es früher nur am Karneval, da am Donnerstag vor Karneval zum letzten Mal geschlachtet wurde, und viel frisches Fett zur Verfügung stand. Die Süßigkeiten, die auf den Faschingsumzügen geworfen werden, heißen in Köln „Kamelle“ und leiten sich vom französischen “caramel“ ab.
Ausschweifungen rund um den Globus
Und auch international gibt es den Karneval im ausklingenden Winter: „Mardi gras“ (französisch für "fetter Dienstag") feiert man im Süden der USA und der Name bezieht sich ebenfalls darauf, dass noch einmal „fett“ gespeist und gefeiert werden darf. In Russland gibt es die „Pfannkuchenwoche“ Maslenitsa und ja – auch hier wird hauptsächlich süßes Gebäck verzehrt, da Fleisch bis zum russischen Osterfest ebenfalls nicht mehr erlaubt ist. Ob Karneval, Fasching oder Mardi Gras: Wer das noch nicht erlebt hat – unbedingt auf die Bucket List setzen!


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