Front des Waterkant in Neustadt

WATERKANT, Neustadt

von Max Demling
© Waterkant
Direkt am Hafen des 15.000-Einwohner-Ortes Neustadt in Holstein gelegen, ist das Waterkant Café, Bistro und Bar zugleich. Von 9 bis 0.30 Uhr können die Gästehier mit idyllischem Ausblick aufs Wasser verweilen.
Vicky Langenstraß, die Inhaberin des Waterkant, vor dem Neustädter Hafen
Inhaberin Vicky Langenstraß vor dem Neustädter Hafen.
© Waterkant

Gastronomin aus Leidenschaft

„SAUGEIL DASS DU BEI UNS BIST“ steht in großen weißen Lettern an einer grauen Wand, wenn man das Waterkant betritt. Gleich daneben eine einladende Glasvitrine mit farbenfrohen Kuchen und Torten, denen man sofort ansieht, dass sie mit viel Liebe von Hand gebacken wurden. So wird man doch gern empfangen. Frühstück gibt es hier – wohlgemerkt – bis 17.00 Uhr, ab Mittag warme Küche, anschließend Kaffee und Kuchen. Abends und nachts darf man sich vor allem über Burger, aber auch andere warme Gerichte und Cocktails freuen. 

Immer mittendrin ist Inhaberin Vicky Langenstraß. Schon um 5 Uhr morgens steht sie in der Küche und backt alle Kuchen und Torten für das Nachmittagsgeschäft selbst. Im weiteren Verlauf des Tages kümmert sie sich dann um alles, was sonst anfällt. Viel freie Zeit für Hobbys bleibt da nicht. Aber das ist in Ordnung, denn die Gastronomie ist ihre Leidenschaft und: „Die schönste Branche der Welt!“ Dass sie das ernst meint, zeigt sich spätestens daran, dass Vicky auch den Social-Media Auftritt des Waterkant selbst verwaltet: „Zwischendurch, nachts im Bett.“

Umgang mit Krisen

Es ist nicht selbstverständlich, dass alle hier so guter Dinge sind: Man ist durch viele Krisen leidgeprüft. Der erste Corona-Lockdown kam überraschend und schien zunächst unvorstellbar. Während der gesamten Zeit bezahlte Vicky allen Mitarbeitenden, die sich in Kurzarbeit befanden, den vollen Lohn. Als es erstmals nichts mehr zu tun gab, kam die rettende Idee mit den Frühstücksboxen. Schnell erarbeitete das Team ein Konzept, um seinen Gästen die erste Mahlzeit des Tages bis an die Haustür zu liefern und werkelte ab diesem Zeitpunkt unablässig an der Realisierung. Im Waterkant macht man kein großes Geheimnis daraus, dass die Boxen während beider Lockdowns eine große mentale Hilfe waren: Erstens hatte man wieder eine Aufgabe und zweitens blieb man im Gespräch. Noch heute wird das Angebot deshalb gut und gern wahrgenommen.

Eine Frühstücksbox aus dem Waterkant
Die Gourmet-Variante der beliebten Frühstücksboxen aus dem Waterkant.
© Waterkant
Das Team des Waterkant
Ein eingeschworener Haufen: das Team des Waterkant.
© Waterkant

Erneute Zwangspause

Nachdem das Team die erste Krise mit Leidenschaft und Engagement gemeistert hatte, wurde es von einer zweiten mit noch größerer Härte getroffen. Insgesamt neun Monate musste das Waterkant wegen eines zunächst unentdeckten Wasserschadens schließen. Das Ausmaß war erschreckend: Zwischenzeitlich gab es nur noch die Außenmauern des Gebäudes, sogar ein kompletter Abriss stand im Raum. Auch dieses Mal hielten alle die Untätigkeit und Machtlosigkeit nicht aus. Spontan kaufte man also einen Foodtruck, taufte ihn „Hafenluke“ und verkaufte von da an Snacks und Drinks vor dem Waterkant, um Präsenz zu zeigen. Gleichzeitig übernahmen Vicky und ihr Team – immer unterstützt von Vickys Mann Florian – die Leitung der Baustelle und arbeiteten auf Hochtouren an einem neuen Konzept für das Waterkant 2.0. Denn den Glauben an eine Wiedereröffnung hatten sie nicht aufgegeben.

Waterkant 2.0

Ihr Optimismus wird belohnt: Seit etwas mehr als einem halben Jahr ist das Waterkant nun wieder geöffnet, mit komplett neuem Innenleben. Dass es von der Sturmflut im Herbst 2023 nur knapp verschont wurde, quittiert Vicky mit Humor: „Wasser ist nicht mein Element.“ Zwei Nächte lang hielt sie im Waterkant Wache und hoffte, dass das Wasser nicht weiter ansteigen würde: „Es fehlten nur noch vier Zentimeter.“ Mittlerweile hat sich wieder ein Alltag etabliert. Die Gäste kommen nach wie vor gern ins Waterkant, und auch das Team ist allen Krisen zum Trotz nahezu vollständig geblieben. Ein- bis zweimal wöchentlich beliefert das Tönninger Service-Bund Unternehmen Bast das Café mit Pommes Frites, Brioche Burger Buns und diversen Frühstücksartikeln. Auch die Tiefkühlfrüchte für Kuchen und Torten stammen aus dem Servisa-Sortiment. Beide Parteien sind glücklich mit der Zusammenarbeit. Vicky schätzt die unkomplizierte Kommunikation mit ihrem persönlichen Ansprechpartner Frank Meier. Der wiederum freut sich über die „offenen und tollen Menschen vor Ort“.

Was die Zukunftspläne für das Waterkant angeht, ist man sich im Team schnell einig: "Vor allem möchten wir ein ganzes Jahr lang ohne Krise durcharbeiten!"

 

www.waterkant-neustadt.de

Intstagram: waterkant_neustadt

Facebook: WATERKANTNeustadt
 

WATERKANT Neustadt

Das Waterkant in Neustadt
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Max Demling
Junior Content Editor
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