Außenanlage des ULRICHSHOF mit Alt- und Neubauten sowie Poolanlage.

Familie im Fokus

von Max Demling
© Michael Huber
Im ULRICHSHOF in Zettisch, Teil der Gemeinde Rimbach, wird Familienurlaub ganz neu definiert. Hier treffen Abenteuer, Spielspaß, Erholung und kulinarische Genussmomente aufeinander. Wir haben uns zum Gespräch mit den Brüdern Nikolaus und Benjamin Brandl getroffen. Für die Familie leiten sie den ULRICHSHOF gemeinsam in zweiter Generation.
Zwei Männer sitzen in bequemen Sesseln und lächeln freundlich.
© Michaela Lankes

Familienprojekt ULRICHSHOF

Die Geschichte des ULRICHSHOF als Familienhotel beginnt 1986. Ulrich N. Brandl, gelernter Landwirtschaftsmeister, übernimmt den elterlichen Bauernhof im bayerischen Rimbach. Im Jahr 1992 baut er ihn zu einer Ferienanlage mit neun Wohneinheiten um. Die Idee: Sich vom klassischen Familienurlaub auf dem Bauernhof abheben und bleibende Erinnerungen schaffen. Früh entsteht deshalb auf dem Gelände eine Scheune für wetterunabhängiges Spielen, und eine Kinderbetreuung wird eingerichtet. Den entscheidenden Impuls für das Vorhaben liefert ein misslungener Urlaub in einem österreichischen Familienhotel. Danach steht für Brandl fest, dass er ein Hotel aufbauen möchte, das sich nicht nur familienfreundlich nennt, sondern konsequent auf Kinder spezialisiert ist – ohne dabei die Bedürfnisse von Eltern zu vergessen.

Über die Jahre hat der Familienvater aus dem ULRICHSHOF ein 4-Sterne-Superior-Familienresort von internationalem Format gemacht. Heute führen seine beiden Söhne Nikolaus und Benjamin Brandl das operative Geschäft. Die Aufgaben sind klar verteilt und strikt getrennt: „Das finden wir auch wichtig bei Brüdern“, erklären die beiden. Benjamin Brandl kümmert sich um Finanzen, Controlling und Facility Management, während sein Bruder Nikolaus sich dem Marketing, Vertrieb und Tagesgeschäft samt Restaurants und Housekeeping widmet. In der Geschäftsleitung werden sie weiterhin durch Vater Ulrich N. Brandl und Michaela Lankes – verantwortlich für Interior-Design, Fotografie sowie die Abteilungen Spa, Reitstall und Kinderbetreuung  – unterstützt. Der fließende Generationenübergang wurde schon länger eingeleitet und scheint gut zu funktionieren: „Kleinere Reibereien gehören dazu“, so Benjamin Brandl. „Wichtig ist nur, dass man nie aufhört miteinander zu reden.“ Strategische Entscheidungen trifft die Familie nach wie vor gemeinsam, um langjährige Erfahrung und frische Ideen bewusst auszubalancieren.

Empfang an der Rezeption des ULRICHSHOF
© Michaela Lankes
Der Eingangsbereich des ULRICHSHOF: helles, freundliches und lichtdurchflutetes Design.
© Michael Huber
Kinder springen auf einem Bett.
© Michaela Lankes

Zwei Brüder, ein Projekt

Für die Brüder ist der ULRICHSHOF weit mehr als ein Arbeitsplatz – sie sind hier aufgewachsen. In ihrer Jugend ist das Resort aufgrund des umfassenden Freizeitangebots ein beliebter Treffpunkt für Freunde. Gleichzeitig lernen sie früh, mit anzupacken. „Es war nicht immer nur Halligalli und Spielen“, erinnert sich Nikolaus Brandl. „Wir waren schnell in die einzelnen Bereiche eingebunden. Im Nachhinein ist das natürlich extrem hilfreich, weil wir heute wissen, wie alles funktioniert.“ Trotzdem lässt Vater Ulrich N. Brandl seinen Söhnen alle Freiheiten bei der Berufswahl. „Wenn ihr Rockstars werden wollt, werdet Rockstars“, habe er immer gesagt. Die einzige Bedingung: Wenn sie den ULRICHSHOF einmal übernehmen möchten, müssen sie sich entsprechend gut ausbilden. Nikolaus Brandl studiert zunächst Wirtschaftsinformatik, merkt jedoch schnell, dass ihm die Wirtschaftsperspektive zu kurz greift und sein Gastgeber-Gen zu stark ausgeprägt ist. Es folgt ein Hotelmanagement-Studium in Bad Honnef, ergänzt durch Praktika im In- und Ausland. Sein Bruder Benjamin Brandl kann sich hingegen kaum vorstellen, etwas anderes als Hotellerie zu machen. Nach einer Ausbildung zum Hotelkaufmann absolviert auch er ein Studium in Bad Honnef, um im elterlichen Betrieb langfristig Verantwortung zu übernehmen.

Als familiengeführtes Familienresort ist der ULRICHSHOF echtes People Business – hier steht das Zwischenmenschliche immer im Mittelpunkt. Entsprechend hoch ist das Verhältnis von Mitarbeitenden zu Zimmern: Aktuell kommen auf 112 Familiensuiten rund 280 Beschäftigte. „Die Nähe zum Gast ist, wo gewünscht, für uns elementar“, erklärt Nikolaus Brandl. Beim Check-in nimmt man sich bewusst Zeit, setzt sich mit der ankommenden Familie an den Stammtisch und macht bereits den Start in den Urlaub zu einem besonderen Erlebnis. Stammgäste werden wiedererkannt und wie Familie behandelt – ein wichtiger Faktor für die hohe Wiederbuchungsrate. Wie wichtig es Familie Brandl ist, dass ihre Gäste eine gute Zeit im ULRICHSHOF haben, merkt man im Gespräch mit den Brüdern deutlich. Zum Beispiel wenn es um das Thema Feedback geht: Ein Button in der hauseigenen App ermöglicht Gästen etwa unmittelbare Rückmeldungen, auf die sofort reagiert wird. Darüber hinaus sucht die Geschäftsleitung mit den Abteilungsleitern aktiv den Austausch – etwa beim wöchentlichen „Management Cocktail“, der Gäste einlädt, bei einem Drink mit Nikolaus Brandl ins Gespräch zu kommen. Auch für Benjamin Brandl gehört die persönliche Nähe dazu. Regelmäßig bietet er Führungen durch das Hotel an.

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Ein Mann kocht Essen in einem Restaurant.
© Michaela Lankes
Maximilian Demling
© Service-Bund
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Max Demling
Junior Content Editor
© Service-Bund

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