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China öffnet Markt für EU-Ware

03-05-2016

Rindfleisch aus der Europäischen Union kann voraussichtlich ab Ende 2016 wieder nach China exportiert werden.

Wie EU-Agrarkommissar Phil Hogan im Rahmen seiner Asienreise in Peking gegenüber Journalisten mitteilte, werden chinesische Lebensmittelprüfer zu Inspektionsbesuchen nach Irland, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien, Belgien und Italien aufbrechen. In China besteht seit mehr als 16 Jahren ein verhängtes Einfuhrverbot für europäisches Rindfleisch, Grund: das Auftreten von BSE. Gegenüber Japan drängt die EU indes auf eine vollständige Marktöffnung; bislang erlaubt das Land Rindfleischeinfuhren nur aus Frankreich, Irland, den Niederlanden, Polen und Dänemark.

Hogan betonte im Rahmen seiner Reise mehrfach die hohen europäischen Standards in der Agrarwirtschaft und bei der Lebensmittelproduktion. "EU-Landwirte sind gehalten, mit die weltweit strengsten Anforderungen zu erfüllen", erklärte Hogan auf eine Konferenz der EU-Handelskammer in Shanghai. Einen konkreten Erfolg bei der Öffnung von Drittlandsmärkten für Agrarerzeugnisse aus der Gemeinschaft konnte die EU-Kommission Mitte April 2016 melden: Spanien darf nicht mehr nur Verarbeitungsware und Schinken nach Mexiko verkaufen, sondern ab sofort auch frisches Schweinefleisch.

Bereits im November 2015 hatten die betreffenden Inspektionen in spanischen Schlachtbetrieben stattgefunden; bei seiner Reise nach Mexiko und Kolumbien konnte Hogan vor kurzem die Verhandlungen über die notwendigen Veterinärzertifikate mit den mexikanischen Behörde erfolgreich abschließen. Der Agrarkommissar zeigte sich zudem optimistisch, dass bald auch Frankreich frisches Schweinefleisch in das lateinamerikanische Land exportieren kann. Die Marktöffnung für Deutschland, Rumänien, Italien und Polen sei auf dem Wege.

Quelle: fleischwirtschaft.de, April 2016

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