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Marktinformationen zu Rindfleisch aus Drittländern

04-07-2016

Der Markt für agentinisches Rindfleisch befindet sich nunmehr seit einigen Wochen in turbulenten Zeiten. Es gibt deutlich mehr Angebot als Nachfrage und somit auch immer wieder Partien mit kurzen Restlaufzeiten zu sehr kleinen Preisen. Diese vielen Sonderposten haben natürlich auch auf die Preisgestaltung für neue und gute Ware Auswirkungen gehabt. Hier bleibt abzuwarten, wann der Druck der "Kurzläufer" nachlässt oder gar vorbei ist. Erst dann wird es wieder möglich sein, in "gerechtfertigte" Preisregionen zurückzukehren. Die Exportpreise in Argentinien sind in den vergangenen Wochen zwar auch rückläufig gewesen, nur sind diese nicht ansatzweise auf das Europäische Level gefallen. Die Entscheidung der Briten für den "Brexit" hat auch die Branche in Bewegung gebracht. Noch weiß keiner so recht, wie die Langzeitfolgen aussehen werden. Doch ist jetzt schon klar, dass der Euro zum Dollar deutlich an Wert (aktuell 3 Cent) verloren hat, welches alle Importe verteuern.  

Die Situation in Uruguay ist mittlerweile mit Argentinien vergleichbar. Die Nachfrage für frische Container außerhalb regelmäßiger Programme ist sehr schwach. Europa ist nach dem "Brexit" immer noch unter Schock und der schwache Kurs des Euros motiviert nicht zum Kauf. Aktuell bewegt sich das Preisniveau für frische Rump and Loin-Container in Uruguay ca. 1.000 Dollar/Tonne unter Argentinien.
Ein Lichtblick für die Farmer in Uruguay bleibt der starke Lebendvieh-Export. Allein die Türkei interessiert sich für ca. 400.000 Rinder in der zweiten Jahreshälfte 2016. Im Bereich des gefrorenen Rindfleisches gibt es keine große Nachfrage und wenig Angebot. 

Trotz des weiterhin geringen Angebots beim Schlachtvieh, gingen auch in Brasilien die Preise für den Export leicht zurück. Lange Zeit ließen sich die Schlachtbetriebe hier überhaupt nicht auf niedrigere Preise ein, doch irgendwann wurde der Preisdruck der Nachbarländer (besonders Argentinien) doch zu groß. Brasilien wartet derzeit auf einen Hauch an Nachfrage, um die Preise wieder auf ein vertretbares Level zu bringen.  

Anders verhält es sich auf dem Weltmarkt - hier ist man derzeit auf der Suche nach hochwertigem Fleisch. Eine deutliche Verminderung der Herde in Australien führte zu hohen Preisen. Im Export nach Asien und den USA lassen sich die Australier ihr Fleisch vergolden, haben jedoch mengenmäßig stark rückläufige Zahlen, da nicht genug schlachtfähige Tiere zur Verfügung stehen. Grund für die verkleinerte nationale Herde sind die Dürreperioden der letzten Jahre. Ganz im Gegensatz zu den Vorjahren wird es dieses Jahr beispielsweise kaum Rindfleischexporte von Australien nach Neuseeland geben, was in den vergangenen Jahren aufgrund der deutlich verringerten neuseeländischen Herde der Fall war. Daraus folgen stark steigende Stierpreise in Neuseeland. 

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