
Gerichte und ihre Geschichte: Die Deutschen und der weiße Spargel
Stangengold
Die Anbaufläche für weißen Spargel in Deutschland beträgt etwa 21.400 Hektar – was knapp 30.000 Fußballfelder sind. Von der bundesweiten Anbaufläche für Gemüse hat der Spargel einen Anteil von 17 Prozent. Fans der schlanken Stangen fiebern in jedem Jahr dem Spargelanstich entgegen, der je nach Wetterlage Ende April erfolgt. Geerntet wird dann bis Anfang Juni. Bis zu 1,5 Kilogramm verzehrten die Deutschen im Schnitt pro Kopf. Mit einer Erntemenge von rund 108.000 Tonnen versorgt sich Deutschland zu fast 85 Prozent selbst mit Spargel. Während in Deutschland weißer Spargel bevorzugt wird, dominiert global die grüne Variante den Markt. Botanisch handelt es sich um die gleiche Pflanze, nur wird der weiße Spargel unter Ausschluss von Licht gezogen und wächst in den für den deutschen Spargelanbau typischen Erdwällen. Sobald sich die Stangen durch die Erde schieben erfolgt die Ernte. Dadurch bleibt die weiße Färbung erhalten.
Königsgemüse
Den Kult um das noble Gemüse haben wir den Römern zu verdanken. Sie schätzen den Spargel vor allem für seine harntreibenden und aphrodisierenden Eigenschaften und bauten ihn auch hierzulande an. Erst im 16. Jahrhundert begannen die europäischen Herrscher, Spargel zu essen. Da der Anbau zeit- und arbeitsintensiv war und nicht sehr verbreitet, war Spargel sehr teuer. Deshalb wurde er auch Weißes Gold oder Königsgemüse genannt. Das Kult-Gemüse entfaltet in Deutschland eine eigene Welt mit Börsenpreisen, einem Direktvertrieb in Verkaufsständen neben Supermärkten oder direkt beim Hofladen und in jedem Anbaugebiet wird sogar eine eigene Spargelkönigin gekürt. Weltweit einzigartig! .


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