Ein Kürbis und Kekse auf einem Tisch

Ein Gericht und seine Geschichte: Halloween Kürbis

von Julia Matthies
© created with Copilot
Im Oktober ist es für viele wieder Zeit für Halloween und Laternenfeste. Aber woher kommt eigentlich die Tradition, eine Kürbislaterne zu schnitzen?
Ein Haufen orangefarbener Kürbisse
© Jan Huber/Unsplash

Booohooo!

Dafür muss man in die keltische Geschichte eintauchen. „Samhain“ war das keltische Übergangsfest vom Sommer zur dunklen Jahreszeit. Es markierte den Abschluss der Ernte und galt als Einläuten der Zeit der Dunkelheit, in der die Grenze zur Welt der Geister besonders dünn war. Zum Schutz davor entzündeten die Menschen Feuer und ehrten gute Geister; böse Mächte hingegen sollten mit Lärm, Masken und Lichtern vertrieben werden. In bäuerlichen Gemeinschaften war die Rübe das Gemüse der Wahl – günstig, lagerfähig, allgegenwärtig. Dass man Gesichter in die hohlen Rüben schnitzte, hatte Symbolkraft: Ein Augenpaar mit Licht dahinter gilt vielen Kulturen als wachsam, schützend und gleichzeitig auch abschreckend.

Im 19. Jahrhundert, insbesondere während der Großen Hungersnot in Irland, wanderten viele Menschen nach Nordamerika aus und brachten ihre Bräuche mit. Dort trafen sie auf andere Erntefeste und eine größere Gemüsevielfalt. Die Tradition der geschnitzten Rüben wurde schließlich auf den deutlich größeren, leuchtend orangefarbenen Kürbis übertragen.  Auch die Farben Orange und Rot galten in verschiedenen Kulturen – unter anderem bei einigen indigenen Völkern Nordamerikas – als kraftvolle Farben, die böse Geister fernhalten sollten.

Passend zur Jahreszeit ist der Kürbis auch kulinarisch der Star des Herbstes: von der klassischen Kürbissuppe über Pumpkin Pie bis hin zum Pumpkin Spiced Latte, dem Kultgetränk der Saison. Eine nachhaltige Deko zum Kürbis-Gericht auf der Karte ist die selbstgeschnitzte Laterne allemal.

 Na dann: Happy Halloween!

© Copyright
Schreiben Sie uns Ihre Themenvorschläge!
Julia Matthies
Kommunikationsmanager
Julia Matthies
© Copyright
slash slash
Ein Gericht und seine Geschichte: Halloween Kürbis