#wirsindbereit

Interview: Wie der Restart erfolgreich gelingt

Als Fotografin und Beraterin unterstützt Annette Sandner Gastronomen u. a. in ihrer Außendarstellung und bei der Gestaltung von Kommunikationsmaterial. Im vergangenen Jahr konnte sie so viele Stimmungen und Konzepte sammeln, die für den Restart wichtig sind und die sie im Interview mit uns teilt.

Was sollten Gastronomen für den Restart beachten?

Annette Sandner: Man spürt jetzt bei vielen Menschen, dass sie die Gastronomie gern in Anspruch nehmen wollen. Große Hoffnung können wir auch auf das gute Wetter setzen. Deswegen lohnt es sich, die Motivation und Kreativität in weitere To-go-Angebote und in die Außengastronomie zu stecken. Wichtig ist jetzt nicht zu resignieren und so den Restart eventuell zu verpassen. Ich empfehle positiv zu kommunizieren und auch die Freude auf die Wiedereröffnung mit den Gästen zu teilen, denn das ist, was sie vermisst haben und was sie anzieht. 

Annette Sandner

Man sollte sich jetzt wirklich auf den Kern der gastronomischen Leistung konzentrieren und für die Gäste ein schönes Erlebnis schaffen – auch für die Gäste, die nur für 10 Minuten vorbeikommen, um etwas abzuholen.

Annette Sandner
Fotografin + Beraterin

Welche Konzepte sind dir in den letzten Monaten besonders aufgefallen?

Annette Sandner: Kunden von mir haben Menüboxen konzipiert und werden das auch weiterhin machen – beispielsweise mit Menü- und Brunchboxen zur Osterzeit. Für jedes Menü kann sich der Gast ein Gericht aussuchen, so versuchen sie ein To-go-Erlebnis an ihr klassisches Restauranterlebnis anzugleichen. Ich denke, dass der Anspruch an das Essen relativ ähnlich sein sollte, wie man ihn auch im Restaurant hat. So erreicht man auch neue Gäste und das sind die, die wiederkommen, weil man ihnen schöne Erlebnisse bereitet hat. Ein weiterer Kunde von mir hat einen Innenhof mit selbst angebauten Kräutern und Gemüse. Dem habe ich empfohlen, seine Gäste bei der Abholung von Gerichten oder Menüboxen durch den Garten zu leiten. Wenn sie sehen, was es für einen schönen Garten gibt, dann kommen sie, sobald sie können. Es lohnt sich auch ein bisschen mehr Mühe und Geld in die Außengastronomie zu investieren und Parkplatzflächen zu nutzen. Eine Bar in München hat z. B. ein Boot rausgestellt, worin man Cocktails genießen konnte. Viele nutzen auch Paletten, da könnte man Blumen reinstellen und einfach zeigen, dass man sich Mühe gibt und es sich so cool wie möglich macht. Diese Dinge kann man auch in Szene setzen, wenn man sie nett aufbereitet und auf Instagram teilt.

Welche digitalen Medien werden weiterhin wichtig bleiben?

Annette Sandner: Aus meiner Sicht ist Instagram inzwischen der Standardkanal geworden. Wenn man da jetzt noch nicht drauf ist, dann sollte man schnellstmöglich damit anfangen! Was ich immer sehr wichtig finde, ist, dass die Gastronomen auch ihren Google Business Account richtig ausstatten und dort die Öffnungszeiten aktuell halten. Viele Restaurants haben auf ihrer Webseite nicht einmal stehen, wann sie erreichbar sind und was ihr Angebot ist. Auch Facebook ist ein total relevanter Kanal für die Gastronomen, die keine allzu junge Zielgruppe haben. Das sollte man nicht außer Acht lassen und analog zu Instagram betreiben.

  • Flexibilität im To-go-Geschäft und in der Außengastronomie, damit man sich jederzeit an aktuelle Gegebenheiten anpassen kann.
  • Kommunikation zu den Gästen positiv gestalten und auf verschiedenen Kanälen umsetzen. 
  • Gutes und professionelles Kommunikationsmaterial für Text und Bild einsetzen. So hebt man sich besonders ab, denn in diesen Zeiten wird jeder kreativ werden, digitaler sein und Social Media nutzen. Tipp: Die Medien in Ihrer Region sind dankbar für professionelle Bilder und veröffentlichen sie so schneller. Dadurch steigt auch Ihre eigene Reichweite. 
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