Servisa Magazin

In einer anderen Liga

Seit über zehn Jahren ist Stefan Schwedt zufriedener Service-Bund Kunde und treuer Wegbegleiter auf Messen und Events. Als ursprünglicher Handballprofi hat er seine Arbeit als Koch allerdings nicht auf dem klassischen Wege gelernt.

Sobald die Sonne am hessischen Himme erstrahlt, füllt sich der liebevoll dekorierte Biergarten im Gut Hühnerhof. Der gastronomisch Bereich ist Stefan Schwedts ganzer Stolz. Mit seiner vierköpfigen Familie und einem großen Küchenteam im Rücken bewirtet er um die 120.000 Gäste im Jahr. Hochzeiten stehen im Fokus, denn: „Sie sind einfach emotionaler und nehmen die
Menschen mit“, erzählt Schwedt. So konnte sein Betrieb im Main-Kinzig-Kreis bereits sieben Hochzeiten an einem Wochenende verbuchen. Aber: Ohne Fleiß kein Preis – der große Erfolg kam nach vielen lehrreichen Erfahrungen

Achterbahnfahrt Leben

Ursprünglich spielte Schwedt, der liebevoll auch „Schwedti“ genannt wird, zehn
Jahre professionell Handball, studierte parallel dazu Kraftfahrzeugelektrik und
-technik und arbeitete als Ingenieur in einem Automobilkonzern. Erfüllen konnten
ihn dennoch beide Stationen nicht, und so entschied er sich noch im jungen Alter
von 26 Jahren für einen großen Umbruch in seinem Leben. „Eines Tages ging
ich zur Bank, lieh mir Geld und kaufte mir davon Geschirr und Besteck, woraus ich
dann einen Verleih gründete“, erzählt der Besitzer der Gutsschänke. Das war der
Einstieg in die gastronomische Karriere. „Definitiv einer der bedeutendsten Momente in meinem Leben“, fasst Schwedt heute rückblickend zusammen. In dieser Zeit lernte er Rolf Holthausen kennen, der sein Geschäftspartner in der Gutsschänke Gut Hühnerhof wurde.

Naherholungsgebiet Hühnerhof

Beim Gut Hühnerhof im südosthessischen Gründau handelt es sich um einen Komplex aus öffentlichen Golfanlagen, dem Hotel Gut Hühnerhof, einem dazugehörigen Café, dem Restaurant „Heckers“ sowie der Gutsschänke. Zudem finden sich ein Gewürzkräutergarten, eine Kneipptretanlage und viele Wander- und Radwege. „Ein kleines Naherholungsgebiet eben“, fasst Schwedt zusammen.
In den Gebäuden liegt viel Historie in der Luft – so übernahm Walter Hecker, dessen Familie unter anderem das Hotel leitet, in den 1970er-Jahren das abgelegene Gut Hühnerhof und restaurierte es eigenhändig nach seinen Vorstellungen mit moderner Architektur aus Eichenholz und Glas. Begeistert davon, übernahmen Stefan Schwedt und Rolf Holthausen einen Teil
des denkmalgeschützten Guts. „Man sieht, dass Walter Hecker alles mit ganz viel Liebe am Handwerk gemacht hat, er hat keine Schrauben verwendet – sogar die Türklinken sind selbst gebaut“, berichtet der 56-Jährige und deutet auf die bodentiefen Fenster in einem seiner fünf Festsäle. Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm, zum Nachmittag füllen sich aber die Räume mit Leben, denn jedes Wochenende finden hier vor allem Hochzeiten statt. „Wir sind die nächsten anderthalb Jahre ausgebucht“, erzählt Schwedt. „Beschweren können wir uns wirklich nicht!“ Der größte Festsaal ist die sogenannte „Tenne“, in dem bis zu 200 Gäste Platz finden. Unabhängig von den großen Feierlichlichkeiten ist die Gutsschänke an sieben Tagen die Woche geöffnet. So können die
Gäste beispielsweise im rustikalen und urigen Ambiente im Gewölbekeller von
der vielfältigen Speisekarte probieren. An sonnigen Tagen ist der Biergarten ein beliebtes Ziel, den eine große Kastanie sowie nussbaumfarbene Festzeltgarnituren schmücken. „Es gibt nicht so viele Biergärten im Umkreis, da muss man schon ins tiefste Bayern fahren“, erklärt der gebürtige Bad Hersfelder den großen Gästeandrang.

Wegbegleiter Service-Bund

Die Speisekarte der Gutsschänke bestücken neben regionalen Gerichten
mit grüner Sauce oder bayerischem Obatzda auch viele Service-Bund
Produkte. So setzt Schwedt in den Hauptspeisen vor allem auf das Konzept Burger-Craft und bietet seinen Gästen beispielsweise „Pulled Beef Burger“ mit Apfelkrautsalat an. Beliebt sind auch die Rodeo Produkte, zum Beispiel kombiniert
mit dem Gutsschänke-Salat im Tortillakörbchen. „Der Service-Bund bietet uns Köchen so viele Workshops, warum sollte ich die nicht umsetzen?“, erklärt Schwedt. Der starke Bezug zum Unternehmen ist vor allem aus einer langjährigen Freundschaft zum Geschäftsführer Thomas Flach der Firma Flach entstanden. Als sein damaliger Lieferant absprang, überzeugte ihn ein Fachberater der hessischen Gebietszentrale mit den Service-Bund Produkten. Inzwischen ist er schon 14 Jahre lang treuer Kunde. „Thomas Flach hat einfach erkannt, dass der Hühnerhof ein riesiges Potenzial hat“, erzählt der ehemalige Handballprofi.

Enge Partnerschaft

Zahlreiche Parallelen finden sich für den Thüringer Gastronomen auch zur Service-Bund Gebietszentrale Bauer aus dem oberfränkischen Rödental, die den Bergfried einmal wöchentlich beliefert. „Letztendlich ist die Firma Bauer genauso ein Familienbetrieb, wie wir es sind und das macht die Zusammenarbeit so interessant“, so Michel. Bereits seit rund 10 Jahren bezieht er seine Ware aus Rödental und schätzt den persönlichen Kontakt mit Außenmitarbeiter Steve Meckel und Vetriebsleiter Peter Volkmann. Dadurch sind mit der Zeit viele gemeinsame Projekte entstanden, wie Michels Kochshows auf der jährlichen Hausmesse Gourmenia oder Rodeo Workshops.

Bedeutender Meilenstein

Das Potenzial sah Thomas Flach aber nicht nur in Schwedts Betrieb und schickte
ihn 2012 zur kulinarischen Fortbildung École Culinaire, die vom Service-Bund
unterstützt wird – der erfolgreichste Meilenstein in Schwedts gastronomischer
Historie. „Ich hatte da einen riesigen Respekt vor, und dabei war das genau mein
Ding“, erzählt Schwedt heute. Unter der Leitung von Otto Koch und Thomas Ullrich lernte er, was es heißt, mit Qualität zu arbeiten und sich Alleinstellungsmerkmale zu erarbeiten. Der krönende Abschluss war eine Kochprüfung, die unter anderem von Koch persönlich abgenommen wurde.
„Insgesamt hat diese Veranstaltung mein gastronomisches Leben komplett verändert“, fasst Schwedt seine Erfahrung mit der École Culinaire zusammen.

Parallele Profisport

Schwedt bis heute bei seinen Mitarbeitern um. „Man hat uns in der École Culinaire
mitgegeben, dass wir Kontinuität bewahren sollen“, erzählt der Selfmade-Gastronom. Dabei setzt Schwedt den Schwerpunkt vor allem auf Briefings. Jeden Tag schult er seine Kollegen zum Thema Service. „Mit dem, was du vorher besprichst, kannst du dich auch im Nachhinein nicht blamieren“, erklärt der Hesse seine Strategie. Weiterhin setzt er in seinem Umgang auch auf die Philosophie des Teamgeistes – eine Parallele zum Profisport, der ihn durch seine Handballkarriere lange Zeit geprägt hat. „Wenn es meinen Mitarbeitern gut geht, geht’s mir gut – das überträgt sich auch positiv auf die Gäste“, erklärt Schwedt die Win-win-Situation. Trotz guter Stimmung geht auch das Thema Personalmangel nicht an ihm vorbei. Um dem entgegenzuwirken, setzt der Betrieb auf die soziale Plattform Facebook. Dort koordiniert Tochter Laura Schwedt beispielsweise in einer geschlossenen Gruppe mit allen Mitarbeitern die Personalplanung.

Eingespieltes Team

Von seiner Familie erfährt Stefan Schwedt große Unterstützung bei der täglichen
Arbeit. Nachdem sich Rolf Holthausen im vergangenen Jahr einer neuen beruflichen Herausforderung widmete, übernahm seine älteste Tochter Laura den strategischen Posten und arbeitet als Assistenz der Geschäftsführung vor allem akribisch für die Hochzeitplanung. Schwedt ist stolz auf den Rückhalt: „Meine Tochter ist mein verlängerter Arm.“ Den kreativen Part in der Dekoration und Ausstattung übernimmt seine Frau Ute, und auch Schwiegermutter Anneliese Claas ist täglich mit von der Partie. Die 13-jährigen Zwillinge sind die Küken in der Familie und schnuppern schon freiwillig in die Gastronomie rein. „Familie ist ganz, ganz wichtig und steht für mich immer an erster Stelle“, so Schwedt.

Vita Stefan Schwedt

  • 2. Oktober 1961 in Bad
    Hersfeld
  • langjähriger Profihandballer,
    u. a. in der Bundesliga in
    Hessen und im Saarland
  • Ausbildung und Studium
    zum Kraftfahrzeugingenieur
  • Gründete 1992 den Geschirrverleih
    „POF“ (Perfekt Organisierte
    Feste)
  • 1999: Übernahme der Gutsschänke
    Hühnerhof
    • Ausstattung: 5 Veranstaltungsräume,
    2 Gasträume,
    Biergarten
    • Rund 100 Mitarbeiter

Hier geht's zur Website der "gutsschänke hühnerhof"

Stefan Schwedt mit Tochter Laura (links), Ehefrau Ute und Schwiegermutter
Anneliese Claas (rechts).

Stefan Schwedt immer in Aktion.

Für die liebevolle Dekoration auf Hochzeitsfeiern ist Ehefrau Ute zuständig.

Surf ’n‘ Turf mit Rindfleisch der Service-Bund Marke Rodeo.

Credits: Gutsschänke Hühnerhof

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