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Stimmen und Stimmungen                                                                          

In der Gastronomie zählt der Mensch - Sie als Kunden des Service-Bund, Ihre Gäste und Ihre Mitarbeiter. Der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist gerade sehr groß und Sie dürfen wissen, dass Sie nicht alleine dastehen. Deshalb sprechen wir regelmäßig mit erfahrenen und kreativen Köchen, um Stimmen und Stimmungen einzufangen, die Mut machen dürfen. 

„Unser Betriebsrestaurant war nie ganz geschlossen, sogar während der härtesten Beschränkungen haben wir täglich an die 150 Essen für die Mitarbeitenden in der Firma gekocht. Inzwischen kommen die Mitarbeitenden wieder tageweise in die Büros und freuen sich total, dass wir geöffnet haben. Viele berichten, wie stressig es ist, im Homeoffice jeden Tag zu kochen – besonders die Kollegen, die Familie haben. Unsere Philosophie ist, den Mitarbeitern ganzjährig eine vernünftige Ernährung mit guten Produkten näher zu bringen. Das wollen wir jetzt auch ins Homeoffice transportieren. Deshalb tüfteln wir an einem Pfandsystem mit Menüschalen, die sich vakuumieren lassen, gekühlt einige Tage haltbar sind und in denen man das Essen dann später in der Mikrowelle zubereiten kann."

"Trotz schwieriger Bedingungen und einer Abwägung von wirtschaftlicher Vernunft und optimistischem Unternehmertum ist es jetzt besonders wichtig, dass wir um die Rückkehr zur Normalität kämpfen. Voraussetzung ist es jetzt, ohne großen Werbeaufwand, schnell an Kunden zu kommen, Umsätze zu genieren und aus diesen heraus weiter und langsam zu wachsen und zu alter Stärke zu finden. Jetzt darf sich jeder Hotelier freuen, der Stammgäste hat, die loyal zum Unternehmen stehen und ohne Sonderangebote, sondern mit dem ehrlichen Bedürfnis zu unterstützen ins Hotel kommen. Wir haben ein Mailing an unsere 100 Top- Restaurantkunden gemacht und für 4 Sonntage mittags ein Stammgästeessen offeriert - für maximal 50 Plätze. Die 4 Sonntage waren nach wenigen Tagen ausverkauft. Ein festes Menü ohne Wahlmöglichkeit sorgen für sehr gute Planbarkeit, wirtschaftliche Wareneinsätze und kalkulierbarem Personalbedarf. Klaviermusik vom Pianisten, der seit Jahren in unserem Haus spielt und jetzt einen Monat als „Aufbauleistung“ auf seine Gage verzichtet und somit einen niveauvolles Ambiente garantiert, rundet das Bild ab. Jetzt zeigt sich Partnerschaft. Nicht quatschen – machen. Mitarbeiter können einrosten, wenn sie sich nicht bewegen dürfen und Stammkunden vergessen auch schnell, warum sie früher zu uns kamen, wenn unser Wettbewerber jetzt schneller ist und sich besonders Mühe gibt. Wer jetzt den Start verschläft, kann sich gleich in den Winterschlaf verabschieden."

„Ich hatte ja schon die Ehre, in der letzten Ausgabe des Servisa Magazins meine Erfahrungen mit der Coronakrise mitzugeben. Inzwischen hat sich so Einiges in unserem Land getan, was wieder Mut machen lässt. Die Restaurants und Gaststätten haben, wenn auch nur unter strengen Auflagen, wieder geöffnet. Auch wir haben den Betrieb der Gutsschänke Hühnerhof wieder aufgenommen. Zwar sind alle Hochzeiten und Großveranstaltungen bis Ende des Jahres abgesagt, was auch meine Erwartungen für den diesjährigen Umsatz schrumpfen lässt. Aber nichts desto trotz werden wir die Krise überstehen. Das verraten mir meine aktuellen Buchungszahlen. Von Januar bis März 2021 findet bei uns jeden Samstag eine Hochzeit statt, auch der Freitag ist bereits als buchbar im Gespräch. Hier locken wir mit speziellen Preisen und neuen Specials auf unserer Speisekarte. Wenn alles so kommt, wie ich es mir erhoffe, erwarten wir zu Beginn des neuen Jahres ein Umsatzplus von über dreißig Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Beginn des Jahres ist sonst immer eine ziemliche Durststrecke für uns. Wir wissen, es kann alles wieder ganz anders kommen. Aber ich blicke zum aktuellen Zeitpunkt mit viel Zuversicht in die nächsten Monate. Und genau das macht mir Mut – für unser Geschäft und für die gesamte Branche.“ 

„Ich bin zu Ostern ins Take-away-Geschäft eingestiegen und biete seitdem auf Vorbestellung mein Sonntagsmenü zum Abholen an. Das ist super angenommen worden. Es holen genauso viele Gäste ihr Essen bei mir ab, wie ich vor Corona bewirtet habe. Dazu gehören auch Stammgäste, die 30 Kilometer entfernt wohnen. Ich habe auch einen Anruf von einem Gastronomen aus dem Sauerland bekommen, der Probleme mit seiner Versicherung hatte. Aufgrund meines Statements in der Servisa Mai wollte er wissen, wie es bei mir läuft. Ein positives Beispiel dafür, dass sich jetzt zwischen Gastronomen noch mehr Netzwerke bilden. Alles in allem war für mich die Zeit der Schließung wie eine Fahrt durch einen Tunnel. Ich habe zwar nicht immer Licht am Ende gesehen, das Innere war jedoch einigermaßen beleuchtet. Ich habe auch nicht sofort am 15. Mai wiedereröffnet, sondern mir Zeit gelassen, um in Ruhe die geforderten Richtlinien hinsichtlich Hygiene umzusetzen. Zudem habe ich noch an einigen Projekten gebastelt und dabei unseren Biergarten aufgehübscht.
Durch die große Fläche im Außenbereich können wir jetzt insgesamt wieder genauso viele Menschen bewirten wie vor den Auflagen. Meine Speisekarte biete ich digital über einen QR-Code an. Es haben schon viele neue Gäste bei mir reserviert. Ich denke, dass die Gastronomen, die im Lockdown in den digitalen Medien aktiv
waren, jetzt die Gewinner sind. Die Menschen hatten Zeit und konnten sich darüber ein Bild verschaffen, wer wo wieder öffnet oder ein Außer-Haus-Geschäft anbietet..“

„Wir freuen uns, dass es wieder losgeht. Zwar in einer anderen Form, aber darauf haben wir uns bereits eingestellt. Die Größe der Räumlichkeiten und der Außenterrasse hier im Hotel ist ein großer Vorteil für uns, denn so können wir unsere Tische jetzt flexibel unter den geforderten Abstandsregelungen aufstellen. Auch die Laufwege haben wir anhand von Absperrbändern und Bodenmarkierungen großzügig eingeteilt. Anstatt Buffets setzen wir beim Frühstück auf Etageren, die wir an den Tischen aufstellen. Für das Mittags- und Abendgeschäft bieten wir unseren Gästen Menüs an, die Vorspeisen reichen wir in kleinen Schälchen auf dem Tisch; die Hauptspeisen servieren wir auf Tellern. Insgesamt wollen wir unseren Gästen etwas zurückgeben, da dürfen unsere Menüs auch üppiger ausfallen.“

„Wir hatten uns schon mit Beginn der Krise dazu entschlossen, nicht komplett zu schließen. Das Brauhaus bietet durchgehend eine Karte mit fünf eher einfachen Gerichten aus dem Bereich Hausmannskost, um unseren Stammgästen mit unserem Lieferservice die Zeit zu Hause zu erleichtern. Das wurde auch angenommen. Unsere Azubis bleiben weiter beschäftigt und wenn man etwas daraus positiv hervorheben kann, dann, dass wir noch nie soviel Zeit hatten für Theorie und Praxisübungen, Schulung und so weiter. Auch im Haus haben
wir natürlich alles beispiellos auf Vordermann gebracht und sind jetzt alle sehr froh, dass es nun endlich wieder losgeht. Unser Tiefkühlhaus ist voll, ebenso unsere Braukessel – wir sind bereit! Im ersten Schritt öffnen wir jetzt die Außenplätze und die untere Ebene des Brauhauses – natürlich unter Beachtung der Sicherheitsabstände.
Zuerst werden wir wohl Gäste aus dem lokalen Umfeld haben, aber auch das Reisen wird ja wieder hochgefahren. Unsere Erfahrung ist, dass die Menschen in Eigenverantwortung sehr wohl achtsam mit der
Situation umgehen, insofern darf es jetzt gerne wieder losgehen.“

"Hinter uns liegt ein sehr erfolgreiches erstes Jahr der FABRIcK und natürlich sind wir gerade
traurig, dass wir schon zahlreiche Veranstaltungen absagen mussten. Als das Restaurant von einem Tag auf den anderen leer geworden ist, habe ich aber plötzlich festgestellt, was hier noch alles zu tun ist. Jetzt überbrücken wir die Zeit, indem wir viel streichen, den Boden polieren und unsere Außenterrasse aufhübschen. Ich kann jedem nur empfehlen, sich eine To-do-Liste anzulegen mit den Dingen, für die während des Tagesgeschäfts
keine Zeit bleibt."

Auf dem sozialen Netzwerk Facebook bieten wir in der Gruppe "Friends Welcome" Gastronomen Raum für einen gegenseitigen Austausch und um Erfahrungen aus der aktuellen Gastronomie-Situation zu teilen. 

Nutzen auch Sie die Möglichkeit und treten Sie der Gruppe unter dem untenstehenden Link bei. 

zur gruppe friends welcome

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