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Mit klugem Kopf & Bauchgefühl

Dautphetal-Mornshausen ist nicht unbedingt ein Ort, der die Massen anzieht. Obwohl die Umgebung der 11.371 Einwohner zählenden Gemeinde, die zum mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf gehört, durchaus reizvoll ist. Wie man sich hier – irgendwo im Nirgendwo – bereits in siebter Generation mit einem gastronomischen Betrieb erfolgreich positioniert, zeigt die Familie Werner.

Was vor über 200 Jahren mit einem kleinen Landgasthof begann, den Jost Werner betrieb, ist heute ein erfolgreiches Familienunternehmen. Im Jahr 1977 wurde der Gasthof von Karl-Hermann Werner, dem Ur-Ur-Enkel des Firmengründers, übernommen. Seit 2009 unterstützt ihn sein Sohn Patrick in der Geschäftsführung. Das Erfolgsrezept der beiden ist so simpel wie komplex – denn man hat sich im Lauf der Jahre an den steigenden Bedürfnissen der Gäste orientiert. „Unsere Standbeine sind das Catering, unser Restaurant und unser Hotel“, sagt Patrick Werner. Der Diplom-Kaufmann studierte zunächst BWL und arbeitete in der freien Wirtschaft. So ganz raus aus dem elterlichen Betrieb, in dem er quasi aufgewachsen ist, war er aber nie, denn an Wochenenden und in den Semesterferien musste er mit anpacken.

Irgendwann war für Patrick Werner dann klar, dass er das Unternehmen in die nächste Generation führen möchte. „Da stellt sich ja immer die Frage, wann man in das Unternehmen einsteigt. Macht man das erst, wenn der Vater in Rente geht oder schon früher“, erklärt der Familienvater. Nach reiflicher Überlegung stieg der dann in den laufenden Betrieb ein. „So konnte das Unternehmen wachsen und verwachsen und ich stehe heute mittendrin statt nur dabei.“ Natürlich hat Patrick Werner im Lauf der Jahre einiges verändert und angepasst, aber eher behutsam: „Wir haben erst einmal unseren Auftragsumfang erhöht, das war aber auch dadurch bedingt, dass wir zu zweit mehr Manpower hatten.“ Allerdings haben die beiden auch auf ihre jeweiligen Stärken gesetzt. Vater Karl-Hermann kümmert sich um die kulinarischen Abläufe, und Patrick Werner hat nach und nach die Prozesse optimiert.

Relativ schnell nach seinem Einstieg führte Patrick Werner eine Bankett-Software ein: „Wir haben aktuell rund 1.500 Artikel im Programm. Nehme ich ein normales Wochenende mit zehn bis 15 Veranstaltungen, dann brauche ich nur noch zwei bis drei Stunden, um die Einkaufsliste und den Produktionsplan zu generieren.“ In einem weiteren Schritt wurde das Catering-Angebot ausgebaut. Neben zwei eigenen Räumlichkeiten im Hotel-Restaurant betreibt das Unternehmen zwar keine weiteren Locations, dies ist jedoch den regionalen Gegebenheiten geschuldet. „Hier in der Gegend gibt es viele Bürger- und Vereinshäuser, in denen üblicherweise gefeiert wird. Unsere Kunden rufen dann bei uns an, wenn die Location steht, und wir kümmern uns dann um den Rest“, so der Eventprofi. Nach und nach ist aus der reinen Anlieferung von Speisen und Getränken ein Full-Service-Eventgeschäft entstanden. Sogar ein eigenes Lager mit Mobiliar, Geschirr, Besteck und Gläsern für bis zu 1.000 Personen ist vorhanden. Der Grund dafür: Auf dem Land ist Lagerraum günstig, und die großen Vermieter für Eventbedarf sind einfach zu weit entfernt. Da ist es rentabler, sich das Equipment selbst anzuschaffen.

„Im Laufe der Jahre sind wir für unsere Kunden zum Full-Service-Dienstleister gewachsen. Vom Essen, den Getränken über die Ausstattung bis hin zum Personal können wir alles selbst anbieten. Für Deko, Licht, Musik oder Künstler arbeiten wir mit einem festen Stamm an Dienstleistern zusammen“, erklärt Patrick Werner. Das Catering bzw. Eventgeschäft teilt sich bei der Firma Werner grob in drei Bereiche: Hochzeiten, private Feiern wie Geburtstage oder Konfirmation und Firmenevents. „Das sind drei komplett verschiedene Kundenkreise. Unsere Brautpaare sind jünger und setzen auch auf Trends, die Auftraggeber für andere private Feiern sind jedoch eher so um die 50 plus.“ Um für alle ein maßgeschneidertes Angebot zusammenstellen zu können, hat Patrick Werner das Angebot in den letzten Jahren verstärkt modular aufgebaut. Ob nun ein klassisches Buffet zum Abholen für die private Runde zu Hause, bayerische Schmankerl, BBQ, Streetfood oder das Gala-Buffet mit Frontcooking – für 
jeden Anlass und Geldbeutel findet sich das passende Angebot. Eine immer größere Rolle spielen dabei auch vegetarische und vegane Gerichte. „Vegane Alternativen werden noch nicht so häufig nachgefragt, aber die Nachfrage nach Speisen für vegetarische Gäste haben wir mittlerweile bei jedem Auftrag“, berichtet der Geschäftsführer. 

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