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Erste Eindrücke aus Buenos Aires, Argentinien

April 2012

Also Argentinien, wie man hört, so ist es auch: die Uhren gehen hier ein wenig langsamer! Das habe ich auf der Arbeit, auf der Straße, im Supermarkt und im Restaurant gemerkt. Die haben alle die größte Ruhe, keinen Stress, auch wenn mal einer zu spät kommt, ist das nie ein Problem. Vor allem beim Kochen, wenn nicht heute, dann morgen oder später... Aber wenn denn der Tag vorbei ist, dann beeilen sich alle wie blöd - also dann wann eigentlich schon zu spät ist!

Ich habe diese Woche zum ersten Mal gleich bei zwei Abendevents mitgeholfen, um meine Kollegen auf der Arbeit oder in der Kneipe ein bisschen besser kennenzulernen. Mir fehlen hier echt die sozialen Kontakte und blöd zuhause rumsitzen kann ich auch, wenn Wochenende ist. Ich habe mich jetzt bei einem Tandemprojekt angemeldet, um neue Leute kennenzulernen und um mein Spanisch zu verbessern. Mein Spanisch-Unterricht reicht nämlich nicht aus. Es ist verdammt schwer, da meine Lehrerin nur Englisch und Spanisch mit mir spricht und ich auch nicht alles auf Englisch weiß. Die spanische Aussprache ist verdammt hart und die übersetzen manchmal Eigennamen z.B. Champagner. Naja, und das Wort Knoblauch (Ajo) ist fast, wie das Wort für Paprika (Aji) oder war das jetzt andersrum? Also ist nicht leicht!

Aber für die Arbeit und für‘s Restaurant reicht´s erst mal!

Zum Glück habe ich auch einen jungen Koch in der Küche, der ein wenig Englisch kann und somit mir aushilft bei solchen Fragen. Mein größtes Problem in der Küche ist, dass sie meine Ratschläge in der Küche meistens nicht annehmen. Außer meinem Dolmetscher wissen die anderen alles besser zum Thema „Deutsche Küche“. Also muss ich es einfach weiter probieren. In der zweiten Woche durfte ich zwar schon mein eigenes Gericht für das Buffet kochen, aber das reicht mir nicht!

Es wird auch sehr viel weggeschmissen - vor allem Fleischreste! Obwohl man aus den Resten super Soßen kochen kann - hab ich ihnen auch gezeigt, aber naja was der Bauer nicht kennt… Hier kommt die Soße zu 60% aus der Tüte oder schmeckt scheiße.

Leider bin ich diesen Freitag ausgefallen, mich hat nämlich die Grippe erwischt und zwar nicht zu knapp. Heute am Montag (Feiertag) geht´s mir zwar schon besser. Ich hoffe nur das bleibt so.

Max Berlin gewinnt in Bonn!

In einem spannenden Finale erkämpfte sich der erste Jungkoch das begehrte StipendiumCulinairevom Service-Bund.
Das Thema des Kochwettbewerbs hieß: "Deutschland trifft Argentinien".

Ein Thema, drei Finalisten und exakt 60 Minuten Zeit, um den Hauptgang des eingereichten Menüs zu kochen - das waren die Vorgaben für den Koch-Contest, der über die Teilnahme am neuen StipendiumCulinaire entschied. Zu gewinnen gab's viel: Mit dem StipendiumCulinaire bietet der Service-Bund ambitionierten Jungköchen eine Chance auf reiche Praxiserfahrungen in einer anderen Kultur, und das gleich für ein halbes Jahr!

Ausgetragen wurde der Wettbewerb im Rahmen des 10. Campus Culinaire im neuen Bonner Designhotel Kameha Grand. Drei Kandidaten hatten es mit ihren Menüvorschlägen bis ins Finale geschafft.

Doch gewinnen konnte nur einer. Und das war Max Berlin aus dem brandenburgischen Bad Belzig. Mit seinem komplexen und ideenreichen Menü unter dem Motto "Märkische Küche wandert nach Argentinien" überzeugte er die Jury mit Stefan Marquard, Vize-Präsident des Campus Culinaire, Jörg Stricker, Küchendirektor des Kameha Grand Bonn, Christoph Brand, Kopf der fliegenden Köche in Kassel, und dem Paten der Preisverleihung, Kurt Johnson, Executive Chef, Swissotel The Bosphorus Istanbul. In der Tat ist der 19-Jährige schon zuvor durch hervorragende Wettbewerbsleistungen aufgefallen. Er verwies Dennis Reger und Robert Schulze auf den zweiten Platz und wird in Kürze seine Koffer packen.